Archiv der Kategorie 'Öffentlich'

12.4.2010: Treffen des Bündnis gegen Oseberg

12.04. Montag, 19:15 Uhr
Treffen des Bündnis gegen Oseberg
Maxstraße 11, Anti-Rassismus-Telefon/ProAsyl

Auf der Diskussionsveranstaltung am 21. Januar 2010
wurden ja viele interessante Ideen genannt:
( http://buendnisgegenoseberg.blogsport.de/2010/01/23/ein-treffen-mit-folgen-der-2112010 )

Derzeit bemühen wir uns die vielen guten Ideen zusammen zu führen.

Ein Treffen mit Folgen: der 21.1.2010


Podiumsteilnehmer: v.l.n.r.
Peter Valerius (CDU), Christiane Moos (CDU), Arturo Holuigue de La Vega (SPD), Moderator, Cornelia Swillus-Knöchel (LINKE) und nicht zuletzt der Vermieter des Ladenlokals …


Die Diskussionsveranstaltung „Wie weiter mit dem Nazi-Laden Oseberg?“ am Donnerstag, den 21. Januar 2010, um 19 Uhr in der Volkshochschule Essen war ein Treffen mit Folgen. Wir werden darüber, und über künftige Ereignisse, die sich daraus ergeben werden, noch berichten. Hier zunächst nur das Presse-Echo.

Ja auch die Presse hat davon Notiz genommen, und das Thema ist wieder auf der Tagesordnung, … auch auf der Tagesordnung im Rat der Stadt Essen: Das haben anwesende Politiker eines breiten Parteienspektrums zugesagt:

NRZ-Essen 23.10.2010

NRZ-Essen 23.10.2010

NRZ-Essen 23.10.2010

NRZ-Essen 23.10.2010

14.11.2009, Samstag ab 11 Uhr, – Information und Flugblattverteilaktion im Stadtviertel …

Sehr geehrte Essener Bürger,

Anwohner der Innenstadt,

Besucher unserer schönen Stadt

Flugblatt 14.Nov 2009 BgO (2 Seiten)

14.Nov 2009 BgO Flugi

Seit April 2009 existiert mitten in der Essener Fußgängerzone (Viehofer Straße 20) das Geschäft „Oseberg“, welches ausschließlich Kleidung der Firma „Thor Steinar“ verkauft. Von Neonazis gegründet ist diese Marke ein Erkennungszeichen in der rechtsextremen Szene geworden. So wird das Essener Geschäft zum Anlauf- und Treffpunkt für die faschistische Szene.

Das können und werden wir nicht hinnehmen!

Essen war und ist eine international ausgerichtete Stadt. Darauf sind wir stolz. 2010 repräsentieren wir sogar das Ruhrgebiet als Kulturhauptstadt Europas. Diesen Schandfleck dürfen wir in unserer Stadt nicht dulden! Wir erwarten auch von der Stadtspitze, dass sie unsere Sorgen ernst nimmt, sich eindeutig gegen Oseberg positioniert anstatt unsere Aufklärungsarbeit zu sabotieren.

„….nur ein Kleidungsgeschäft?“

Schaut man sich uninformiert die Kollektionen in „Oseberg“ an, mag man übertrieben finden, was wir hier schreiben. Doch genau das ist die Methode von Thor Steinar! Als eine der ersten Marken trug sie massiv dazu bei, das Bild vom klar erkennbaren Faschisten mit Glatze und Springerstiefeln zu ersetzen durch den „modebewussten Nationalisten“. Die Kollektionen sind benannt nach Namen und Begriffen, die wieder „alltagstauglich“ gemachen werden sollen: Sie stammen aus dem 2. Weltkrieg mit seinen faschistischen Einheiten und der nordisch-völkische Mythologie der Hitlerfaschisten sowie aus dem Kolonialismus. Old shit – new style.

Keine Verharmlosung,

keine „Normalisierung!“

Nicht alle Neonazis haben zur teuren Mode gewechselt. Die aggressiven Schlägertrupps der „Autonomen Nationalisten“ zum Beispiel passen sich äußerlich der linken Szene an und treiben mit der Verwendung linker Symbole ihre Demagogie auf die Spitze. Damit ändert sich natürlich nicht ihr aggressiver Terror, der sich immer öfter gegen linke und fortschrittliche Menschen richtet! Wir erinnern zum Beispiel an den Überfall auf die 1.-Mai-Veranstaltung des DGB in Dortmund oder die Morddrohungen und den Terror gegen den in Bocholt lebenden verdi-Gewerkschaftssekretär Rainer Sauer. Ihre Verkleidung beweist auch, dass sie nicht frühzeitig erkannt werden wollen und den offenen Protest fürchten.

Wer aus der Geschichte gelernt hat, muss sich klar positionieren: Wehret den Anfängen – keinen Fußbreit den Faschisten!

Entgegen aller Falschmeldungen: „Oseberg“ hat nach wie vor auf.

Inzwischen gehört Thor Steinar einem arabischen Investor. Dies ist aber kein Grund, in der Kritik an Thor Steinar nachzulassen. Im Gegenteil, man will anscheinend weltweit expandieren. Wir wehren uns dagegen, dass wieder einmal mit Faschismus gute Geschäfte gemacht werden!

Wir verlagen von den politisch Verantwortlichen ein deutliches Zeichen gegen alte und neue faschistische Bestrebungen. Nur durch unseren gemeisamen öffentlichen und politischen Druck wird der Oseberg-Laden sein Geschäft nicht mehr forführen können.

Helfen Sie mit! Oseberg schließen!

… (Fortsetzung folgt)

Die Boutique Oseberg schließt nicht – jedenfalls vorerst nicht

Entgegen einer Zeitungsmeldung, die genau das Gegenteil behauptete, schließt der Thor Steinar Laden „Oseberg“ – jedenfalls vorerst – nicht.

Das ergab eine Rückfrage beim Vermieter.

Der WAZ-Artikel beschrieb lediglich das juristische Ziel des Vermieters. Nicht mehr und nicht weniger. Es wird einen Gerichtstermin am 04.11. geben, dort wird die Auflösung des Mietverhältnisses angestrebt.

Die Zeitungsente der WAZ und anderer Zeitungen der WAZ-Mediengruppe: hier (Online-Ausgabe)

Was nun?

Wir treffen uns auf jeden Fall am 8.10.2009, dem Termin des ursprünglich geplanten ersten Nachbarschaftstreffens. Die Nachbarn müssen wegen des Zeitungsartikels noch besser informieren werden. Das könnten wir am 8.10. besprechen, auch ob wir den 04.11.2009 abwarten sollen oder was wir sonst in der Zwischenzeit tun können.

Demo 6.6.2009: Rede REBELL

Redebeitrag REBELL zu faschistischer Gewalt und staatlicher Unterstützung

Rede von Rebell

Im Vorfeld der Demo habe ich mit verschiedenen Kollegen gesprochen und festgestellt, das es doch eine deutliche Unterschätzung der Neofaschistischen Gefahr gibt. So hörte ich des öfteren „das sind rechte Spinner“. Die WAZ schrieb auch von Oseberg, das dessen „Mode bei Neofaschisten“ beliebt ist. Es geht hier aber nicht um eine Modefrage!

(mehr…)