Archiv für Mai 2009

Vortragsveranstaltung und Demonstration

Für den 6.6. hat das Bündnis gegen Oseberg eine Demonstration gegen das Neonazi-Geschäft in der Essener Innenstadt angemeldet. Die Auftaktkundgebung findet um 14.00 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz, direkt gegenüber dem Hauptbahnhof, statt.

Bereits am 27.5. referiert im Jugendzentrum auf der Papestraße ein Vertreter des antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums Berlin (apabiz) über „Thor Steinar“ und das neue Modebewusstsein der Neonazis.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Nazis, Rassisten, Antisemiten bleiben draußen.

Demonstrationsaufruf des Bündnisses gegen Oseberg

Im April 2009 eröffnete in der Essener Innenstadt das rechte Bekleidungsgeschäft „Oseberg“. Hier werden ausschließlich Artikel der neonazistischen Modemarke „Thor Steinar“ verkauft. Am 6. Juni wollen wir gemeinsam auf die Straße gehen, um die sofortige Schließung des Neonazi-Ladens zu fordern und ein deutliches Zeichen gegen Rechts zu setzen.

Bekleidungsgeschäfte wie das „Oseberg“ dienen Neonazis als Anlaufstelle und Treffpunkt. Davon zeugen seit der Eröffnung auch die vermehrt auftauchenden rechtsradikalen Aufkleber in der Essener Innenstadt. Neonazis und ihr subkulturelles Umfeld stellen trotz ihrer parlamentarischen Bedeutungslosigkeit auch im Ruhrgebiet eine permanente Bedrohung für vermeintliche Migranten, Juden, Homosexuelle und Linke dar. Die seit Monaten andauernden Morddrohungen gegen den Gewerkschaftler Rainer Sauer, die jüngsten rechtsradikalen Übergriffe auf Mitglieder der Landesschülervertretung in Essen oder der Überfall auf eine Gewerkschaftsdemonstration in Dortmund verdeutlichen diese Gefahr. Daher ist aktiver Widerstand gegen die Aufmärsche, Organisationen und Infrastruktur der extremen Rechten unerlässlich.

Wir rufen deshalb zur Teilnahme an der Demonstration gegen das „Oseberg“ auf.

6. Juni, 14.00 Uhr, Willy-Brandt-Platz am Essener Hauptbahnhof

Naziläden stinken

Der Protest gegen den Laden „Oseberg“, der die rechte Bekleidungsmarke „Thor Steinar“ verkauft, wird zunehmend kreativ. Neben den beiden Demonstrationen gab während der letzten Wochen zahlreiche Aktionen zur optischen Umgestaltung des Ladens, die hier in einigen Bildern dokumentiert werden.
Nicht dokumentiert werden kann an dieser Stelle der bestialische Gestank nach faulen Eiern, der sich in der unmittelbaren Umgebung von „Oseberg“ ausbreitet. Damit wurde in geruchstechnischer Hinsicht verdeutlicht, was inhaltlich längst klar war:
„Oseberg“ stinkt!


„Oseberg“ vorher

nach einer ersten Farbbeutelaktion

Schöner wohnen
„Oseberg“ nachher